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WissensNacht Ruhr im Blue Square

Am 28. September 2018 präsentierte sich im Blue Square Bochum die Wissenschaft zum Anfassen. Dass Städte mit den sich ändernden Klimaverhältnissen zu kämpfen haben, haben viele von uns diesen Sommer selbst erlebt. Daher sollte am Projektstand diskutiert werden, wie man den Folgen des Klimawandels in Städten entgegenwirken kann. Neben einer anschaulichen Präsentation von Dr. Frank Thonfeld über die Auswirkungen der Bebauung auf das Stadtklima konnten Jung und Alt in einem Versuch testen, wie sich Oberflächen mit unterschiedlichen Versieglungsgraden bei Starkregen verhalten. Schon die jüngsten Teilnehmer erkannten, dass auf versiegelten Flächen das Wasser nicht versickern kann, weshalb Grünflächen und weniger versiegelte Flächen, wie zum Beispiel Kopfsteinpflaster, in einer Stadt nicht fehlen dürfen. Welchen Einfluss Grünflächen auf die Temperatur in einer Stadt haben wurde anhand von Satellitenbildern veranschaulicht. Es wurden Ideen gegen den Klimawandel ausgetauscht und über die Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Aktionstag „Bonn wird Klima-Garten" am 6. Oktober 2018

Datum: 6. Oktober 2018 • 11:00 - 18:00 Uhr
Ort: Waldorfschule Tannenbusch
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0228 20161-12

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Die klimaangepasste Stadt – Veränderungspotenziale nutzen

Datum: 25.09.2018 • 10:00 - 17:00 Uhr
Ort: Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0228 20161-0 oder über NABU NRW

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Fernerkundungs-Symposium

Frau Dr. Nora Jennifer Schneevoigt (3. vL.) und Herr Dr. Andreas Rienow (5. vR.) nahmen vom 9. bis 12. Juli 2018 für das Projekt KlimNet am 38. EARSeL Symposium in Chania auf Kreta teil. Das jährlich stattfindende Symposium der European Association of Remote Sensing Laboratories (EARSeL) ist eine Leistungsschau der Möglichkeiten der modernen Fernerkundung. Es wurden insgesamt zwei Vorträge in zwei verschiedenen thematischen Sessions zu den Zielen und Ergebnissen des Projektes präsentiert:


S-01-URB: Urban Remote Sensing
From Land Use And Cover Change Towards Sustainable Climate Landscapes In North Rhine-Westphalia, Germany
Nora Jennifer Schneevoigt, University of Bonn

S-12-LULC2: Land Use/Land Cover II
Quantification and prediction of land consumption and its climate effects in the Metropolitan Area Rhineland based on multispectral satellite data and land-use modelling 1975-2030
Andreas Rienow, Ruhr-University Bochum

 

 

Rückblick Exkursion Unternehmensflächen

Unternehmen haben viele Möglichkeiten, etwas für das Mikroklima und die Artenvielfalt zu tun. Das zeigte sich eindrucksvoll bei der Exkursion rund um das RAL-Gebäude in Bonn Beuel. Mit dem im April 2017 eröffneten Bürokomplex sollen auch die Werte des „RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.“ vermittelt werden, wie Geschäftsführer Thomas Rossbach erläuterte: Die meisten Baustoffe tragen das RAL-Gütezeichen oder den Blauen Engel. Geheizt wird mit Erdwärme, außerdem gibt es in der Decke eine Betonkernaktivierung zur Temperaturregelung. Alle Dächer sind begrünt und dienen somit zur Isolierung und Speicherung von Regenwasser; einige tragen Photovoltaikanlagen.


Auf dem Außengelände kann man eine bunte Blütenpracht einheimischer Pflanzen bewundern, die Insekten und Vögeln genügend Nahrung bieten. Natürlich auch den Zwanzigtausend neuen „Mitarbeiterinnen“, die im eigenen Bienenstock fleißig Honig produzieren. Die Parkplätze haben einen Schotterrasenboden, so dass Regenwasser nicht im Abfluss landet. Stattdessen wird es vom gesamten Gelände in einer Zisterne gesammelt und zum Gießen der Pflanzen verwendet. Das puffert Starkregen und spart gleichzeitig einen großen Teil der sonst fälligen Abwassergebühren.

 

 

Rückblick Exkursion Innenstadt

Die vierte Exkursion konnte mit mehreren spannenden Stationen aufwarten: Dr. Frank Thonfeld vom Geographischen Institut der Uni Bonn hatte Satellitenbilder im Gepäck. Auf ihnen erkannte man sehr anschaulich, wie sich dichte Bebauung auf das Stadtklima auswirkt. Im Gegensatz zu den Feldern und Wäldern im Umland kühlt sich die Stadt in heißen Sommernächten kaum ab. Anke Valentin vom WILA präsentierte Entwürfe von Studierenden für den Gymnicher Hof. Sie experimentierten mit Dach- und Fassadenbegrünung, aber auch verschiedenen Gebäudehöhen und -farben, um das Mikroklima zu verbessern. Bei Miriam Brink gab es vor allem Grün in vielen Varianten zu sehen. Sie hat auf einer von der Stadt Bonn gepachteten Fläche die Urban Gardening-Initiative „Stadtfrüchtchen“ mit aufgebaut. Die Gartengemeinschaft baut Salate, Obst und Gemüse in Hochbeeten an, hat sich einen Bienenstock zugelegt und tut auch dem sozialen Klima gut, wie Miriam berichtete.

Unternehmensflächen im Fokus: Ein gutes Beispiel

Dienstag, 19. Juni 2018, 17:00 bis 18:30 Uhr
Treffpunkt: RAL, Fränkische Straße 7, 53229 Bonn

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Rückblick Exkursion Dachbegrünung

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich viele Interessierte zur 3. Exkursion des KlimNet-Projekts auf dem Dach der Zurich-Versicherung - Fernblick über Bonn inklusive. Die studentische Initiative "AG Grüne Infrastruktur" erklärte anschaulich, was Dachbegrünung für das Mikroklima tut und welche Voraussetzungen man braucht. Ein Garagendach lässt sich sogar kostengünstig selbst begrünen, wie eine Teilnehmerin aus eigener Erfahrung berichten konnte. Das Grün schluckt viel Wärme und Staub, isoliert und hält bei Starkregen einen großen Teil des Wassers zurück. Auch Solaranlagen arbeiten effizienter auf begrünten Dächern. Von der Stadt gibt es Fördermittel für Dachbegrünung.

Wenn die Statik ausreicht, können sogar herrliche grüne Oasen auf dem Dach entstehen, wie bei der Zurich-Versicherung. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen die großzügig angelegten Flächen gerne für ihre Mittagspause in luftiger Höhe. Auch die Exkursionsteilnehmer ließen den Abend dort mit kühlen Getränken und anregenden Gesprächen ausklingen.

Blickpunkt Innenstadt: Natur in der Stadt

Dienstag, 12. Juni 2018, 17:00 bis 18:30 Uhr
Treffpunkt: Vor der Sparkasse am Friedensplatz, 53111 Bonn

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Rückblick Exkursion im Kottenforst


Trotz Sturmankündigung trauten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur zweiten Exkursion des KlimNet-Projekts am 29. Mai 2018 in den Wald und wurden mit einer spannenden Exkursion zum Klimawandel belohnt. Forstdirektor Uwe Schölmerich erklärte die Strategie, um den Kottenforst an den Klimawandel anzupassen: die Mischung macht’s. Auf lichten Flächen, z.B. in ehemaligen Fichtenschonungen, entsteht ein alters- und baumartengemischter Wald. In den vergangenen Jahren wurden auf 120 Hektar Eichen gepflanzt. Andere Baumarten gesellen sich nach und nach dazu. Wenn dann ein schwerer Sturm große Bäume umknickt, steht die nächste Generation schon in den Startlöchern.

Dem Wald bereiten auch hohe Temperaturen mit längeren Trockenperioden Stress. Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich dann explosionsartig aus. Schölmerich, der das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft leitet, wies die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem auf die bedeutende Wirkung des Waldes zum Klimaschutz hin. So entzieht der Wald in Nordrhein-Westfalen der Luft pro Jahr etwa 18 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2. Wenn die Bäume für langlebige Holzprodukte genutzt werden, ist das Klimagas langfristig in Möbeln oder Dachstühlen gespeichert.

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