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Gemeinsam dem Klimawandel trotzen: Jugendliche suchen „coole Orte“ in Bonn

Diesen Sommer identifizieren Schülergruppen und Studierende gemeinsam mit dem KlimNet-Team, wo es sich in Bonn besonders gut aushalten lässt. Und sie entwickeln Ideen für Orte, an denen es gerne grüner sein dürfte. Die Ergebnisse münden in einer Expertendiskussion zur Anpassung an den Klimawandel am 14. November 2019.

Wenn die Schülerinnen und Schüler des Hardtberg-Gymnasiums von „(un)coolen Orten“ sprechen, dann meinen Sie Orte, die in heißen Sommern angenehme Kühle spenden. Drei Tage lang haben sich die Jugendlichen mit solchen Orten auseinandergesetzt – in einer Projektwerkstatt zu klimagerechter Stadtentwicklung.

Dabei haben die Jugendlichen zum einen auf einer Karte die Orte in der Umgebung markiert, an denen es sich im Sommer gut aushalten lässt. Zum anderen haben sie aber auch zahlreiche Orte identifiziert, die sie grüner gestalten würden und Ideen dafür entwickelt. Denn sie wissen: Wo es grüner ist, nimmt die Hitze ab und die Luft verbessert sich. „Bäume würden unsere Luft verbessern“, findet zum Beispiel Enzo S. aus der achten Klasse. Sein Mitschüler Thomas W. geht noch einen Schritt weiter „Ich kriege manchmal Kopfschmerzen von der Hitze. Dann wären Trinkbrunnen eine echte Hilfe.“

Crowdmapping zeigt Potenziale für grüne Oasen

Die Projektwerkstatt ist Auftakt einer größeren Aktion im Projekt „Stadt und Land im Fluss - Netzwerk Klimalandschaft“. KlimNet möchte die Diskussion darüber anregen, wie sich die Stadt Bonn dem Klimawandel stellen kann, Handlungsbedarf aufzeigen und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Veränderungen in Bonn anstoßen. Dazu lädt der WILA Bonn ganz besonders Studierende, Schulklassen und Azubis ein, unter Anleitung 2-3 stündige Aktionen durchzuführen und ihre Ideen sowohl in eine Online-Karte einzutragen als auch über Fotos zu dokumentieren.

Diskussion zu Klimaanpassung mit Lokalpolitik, Wissenschaft und Klimaengagierten

Dieses sogenannte Crowdmapping mündet in ein Wissenschaftscafe am 14. November 2019. Bei dieser Veranstaltung diskutieren Expert/innen und alle, die Lösungen suchen, wie Bonn dem Klimawandel die Stirn bieten kann: Vielleicht mit Grün an Hausfassaden oder auf dem Dach? Oder Trinkbrunnen in der Stadt? Celine G., Mitglied der Umwelt AG des Hardtberg-Gymnasiums hofft in jedem Fall, „dass sich möglichst viele Lokalpolitikerinnen und -politiker am 14.11. Zeit nehmen und dass bei Bauprojekten in Bonn der Klimawandel einen höheren Stellenwert bekommt“. Und Lilli D. aus der EF (10. Klasse) fasst zusammen: „Es betrifft alle. Wir sollten jetzt was tun!“

 

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